Reise nach Essen

Liebe Mitglieder des Kunstvereins, liebe Gäste  –  im Folgenden veröffentlichen wir einen kurzen, sehr anschaulichen Bericht über die Reise nach Essen, die die beiden Kunstvereine aus Husum und Schleswig Ende Mai dieses Jahres gemeinsam durchgeführt haben. Unser Mitglied Ute Wind hat sich die Mühe gemacht, die Reise aus dem Gedächtnis heraus zu dokumentieren und uns den Text freundlicherweise zur Verfügung gestellt; stellvertretend für die interessierten Leser sagen wir ihr an dieser Stelle herzlichen Dank. Der Dank gilt natürlich auch unserem 1. Vorsitzenden Rolf-Jürgen Wind, der die dazugehörigen Reisebilder gemacht und für die Home-Page angeboten hat.

Kunstreise nach Essen  ( 26.05.-29.05.2011)

„Am 26.Mai starten 44 Personen um 7.00 Uhr von Schuby mit dem Reiseunternehmen Fa. Bölk nach Essen. Es ist die zweite gemeinsame Reise des Kunstvereins Schleswig und Umgebung e.V. mit dem Kunstverein Husum und Umgebung e.V. Dieses Mal hat Rolf Brendler (Kunstverein Husum) die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung in seine Hand genommen.

Am ersten Abend geht es nach einem reichhaltigen Frühstück unterwegs in der Lüneburger Heide, kurzem Trip zur Villa Hügel und Einchecken im Hotel „Holiday Inn“ in Essen noch auf eine Stadtrundfahrt mit unserem Bus, wobei wir schon einen guten Eindruck von den Ausmaßen der Stadt Essen, ihrer Wandlung nach Stilllegung der Zechen, ihren kulturellen Angeboten und anderen Freizeitmöglichkeiten erhalten.

Am nächsten Morgen  steht der Rundgang durch die Zeche Zollverein an. Er führt uns durch die ehemaligen Produktionsanlagen der einst weltweit größten und leistungsstärksten Steinkohlenzeche. Die Schachtanlage XII und 1/2/8 sowie die Kokerei Zollverein wurden 2001 von der UNESCO zum Erbe der Menschheit ernannt. Das Ruhrmuseum in demselben Haus zeigt in seiner Dauerausstellung die gesamte Natur- und Kulturgeschichte des Ruhrgebietes. Die Zeche Zollverein bietet das ganze Jahr über eine Fülle von Kultur- und Freizeitangeboten.

Das Folkwang Museum ( Ziel unserer Nachmittagsveranstaltung) wurde nach dem Umbau (Architekt: David Chipperfield ) 2010 eingeweiht. Der Neubau setzt das architektonische Prinzip des Altbaus (Architekt: Edmund Körner) mit einem Ensemble von sechs Baukörpern und vier Innenhöfen, Gärten und Wandelhallen fort. In seiner Gesamtheit bietet das Museum jetzt durch eine abwechslungsreiche Raumfolge mit viel natürlichem Licht  herausragende Sammlungen zur Malerei  und Skulptur des 19. Jahrhunderts, der klassischen Moderne sowie der Kunst  nach 1945, der Fotografie und der Grafik. Das Deutsche Plakatmuseum ist dem Folkwang Museum als eigene Abteilung angegliedert.

Den dritten Tag verbringen wir in Duisburg. Eine Führung des Innenhafens  mit dem Besuch des Gartens der Erinnerungen am Ludwigsturm steht an. Dabei kann das Museum Küppersmühle für Moderne Kunst angeschaut werden.

Das LehmbruckMuseum ist unser nächstes Ziel.

Der Abreisetag beginnt mit einem eindrucksvollen Besuch der Siedlung Margarethenhöhe. Die Margarethenhöhe wurde 1906 der Stadt  Essen anlässlich ihrer Tochter Berta gestiftet und ab 1906- 1938 von dem Architekten Georg Metzendorf, einem Mitglied des Deutschen Werkbundes, erbaut. Die architektonische Einheitlichkeit geht auf einen Trick zur Kostenersparnis zurück. Metzendorf entwarf einen Satz von Elementen, die immer wieder neu untereinander kombiniert wurden. Dadurch weichen die Häuser alle von einander ab, bleiben stilistisch aber geschlossen. Kaum ein Fenster oder eine Tür gleicht denen im Haus nebenan.

Die Abende werden zum Teil selbst gestaltet oder gemeinsam verbracht. Bei Stratmanns sehen und hören wir Fatih Cevikkollu mit seinem „ Fatih unser“, eine gute Mischung aus witziger, zeitgemäßer, pointierter Unterhaltung mit viel Herz.

Das Musical Starlight Express in Bochum ist Ziel der Abendunternehmungen, andere besuchen die Philharmonie  Essen oder schauen sich die Alte Synagoge oder den Dom an oder besuchen weitere Museen oder anderes.

Viel zu schnell sind vier harmonische, gemeinsame und erlebnisreiche Tage zu Ende. Die Teilnehmer beider Vereine nehmen nicht ohne den Dank an Rolf Brendler voneinander Abschied und freuen sich auf weitere gemeinsame Termine und Gespräche mit der Aussicht, sich im nächsten Jahr (13.05.-19.05.2012) auf der Fahrt nach Krakau  in ähnlich großer Anzahl und Zusammensetzung wieder zu treffen“  (Ute Wind).

Schreibe einen Kommentar

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu

Sie können diese HTML-Tags benutzen

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>