„Fahrt ins Blaue“

Liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde,

es bedurfte nur einer kurzen, nett vorgetragenen Bitte, um unseren allseits bekannten Exkursionsteilnehmer Helge Thielemann zu motivieren, für alle Beteiligten und Interessierten einen sehr anschaulichen Bericht über diesen Tagesausflug nach Friedrichstadt zu schreiben. Von unserem 1. Vorsitzenden Rolf-Jürgen Wind sind dazu auch ein paar Fotos in der Homepage-Redaktion eingegangen; sie beziehen sich auf das Reich des ‚Eisenskulpteurs‘ resp. ‚Schmiedekünstlers‘  Ulrich Schmied. Beiden ‚Aktivisten‘ von hier aus vielen Dank.- Sollten andere Exkursionsteilnehmer weitere Fotos zur Verfügung stellen wollen, so sind sie jederzeit herzlich willkommen.

Exkursion am 4. August 2011 nach Friedrichstadt (Fahrt ins Blaue)  

„Am Treffpunkt Schleihallenparkplatz gab der Vorsitzende Rolf-Jürgen Wind den 12 Teilnehmern als Ziel für die Fahrt ins Blaue eine Exkursion nach Friedrichstadt mit dem Besuch verschiedener Ateliers und Werkstätten bekannt. Der geplante Atelierbesuch bei Gesche Nordmann (Reußenköge) musste aus familiären Gründen ausfallen und wird zu einem späteren Termin nachgeholt.

Die Gruppe startete um 10.00 Uhr und erreichte nach 50 Minuten Fahrtzeit (über Silberstedt, vor Husum südlich auf die B 5) die Stadt Friedrichstadt, die nicht umsonst eines von fünf Stadtdenkmälern in Schleswig-Holstein ist.

Unser erster Besuch galt der Skulpturenschmiede von Ulrich Schmied, Am Deich 3. Der Künstler (mit bürgerlichem Namen Ulrich Skrodzki, der bekannte Maler Günter Skrodzki ist sein Vater) skizzierte seinen Werdegang vom Schmied zum Kunstschmied und Eisenskulpteur und stellte uns dabei Beispiele seiner Arbeit vor. Große und kleine Skulpturen, Poetische Figuren, Windobjekte, „Klötze“ und „Blöcke“ u.a.m. – einschließlich einer Demonstration am praktischen Objekt (Eisenblatt) – überzeugten die Betrachter davon, dass hier wahrhaftig ein Schmied zum Metallbildhauer, zum „Poet des Hammers“ geworden ist.

Vor unserem nächsten Atelierbesuch nutzten wir die Zeit für einen kleinen historischen Rundgang „Am Markt“, um uns dann in einem der schönen Restaurants bei Mittagessen oder einem Imbiss zu stärken.

Um 14.00 Uhr fand sich die Gruppe in der AR.T Galerie/Atelier, Prinzeßstraße 37, bei Anke Richter.Teubler ein, die uns herzlich willkommen hieß und zu Kaffee und anderen Getränken einlud. In sehr aufgeschlossener Weise verstand es die vielseitige Künstlerin, über ihr Wirken (künstlerische Konzeption, Wirkungsgrad und Beurteilung eines Werkes) mit uns zu sprechen. Seit Eröffnung ihrer Galerie im April 2007 werden hier wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst gezeigt, die mit den Bereichen Malerei und Grafik, Fotografie und Objekte eine große Spannbreite aufweisen. Das Thema der laufenden Ausstellung lautete „Helden“, zu dem wir uns nach einer kurzen Einführung die Arbeiten von Cary Outis (Drucke) und Anke Richter.Teubler (Gemälde) ansahen. Anziehungspunkte bildeten immer wieder die dazu ausgestellten, so ausdrucksstarken Figuren. (Zur Gestaltung: Zelluloseflocken auf Drahtgestell oder Flasche auftragen, modellieren und mit Acrylfarben bemalen) .

Gegen 15.oo Uhr trafen sich die Teilnehmer im Atelier „Friedrichstädter Fayencen“ von Anne Brommann in der Lohgerber Straße 14. Es war schon beeindruckend, die Künstlerin in ihrer seit 1980 bestehenden kleinen Werkstatt für bemalte Keramik in Friedrichstadt zu erleben. Zu ihren Spezialitäten gehören Hausmarken und handgefertigte Fliesen in Einzelstücken und Wandbildern sowie Schmuck- und Gebrauchsgegenstände bemalt in Fayence- oder Majolikatechnik.

Abschließend besuchten wir den Maler Thomas Freund (Atelier/Galerie im Fünfgiebelhaus, Am Fürstenburwall 11), der besonders für seine Landschaftsbilder und bevorzugt impressionistischen und fantastisch anmutenden Stillleben bekannt ist. Nach einem Rundgang durch die Ausstellung nahm sich der Künstler, der seit 1997 als freischaffender Maler in Nordfriesland lebt und Malkurse erteilt, gerne die Zeit, uns an ausgewählten Bildern die Technik „Faltenwürfe“ (eine der wichtigsten malerischen Grundlagen) und den Einsatz der wasservermalbaren Ölfarbe Artisan in der Spachteltechnik zu erläutern.

Mit dem gemeinsamen Besuch eines Cafes auf dem Friedrichstädter Marktplatz fand diese vielgestaltige Exkursion, die alle Teilnehmer ansprach und begeisterte,   ihren Ausklang.

Friedrichstadt, das nicht nur ein reiches kulturelles und historisches Erbe, sondern mit einem reichhaltigen Angebot von Künstlerinnen und Künstlern auch eine lebendige Kunstszene der Gegenwart aufweist, sollte unbedingt in den Veranstaltungsplan 2012 unseres Kunstvereins mit aufgenommen werden“.                       

                                                                                                                                                                                                                                                                                                           Helge Thielemann

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 

  

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu

Sie können diese HTML-Tags benutzen

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>