Infobrief 1/2012

„Der etwas andere Jahresrückblick“

Liebe Mitglieder, liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde,

kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo ein Neujahrsempfang stattfindet; kaum ein Tag, an dem nicht mehr oder weniger ‚platte‘ Reden gehalten werden, von denen der kritische Rezipient meint, sie schon ‚hundertmal‘ gehört zu haben. Wir vom Vorstand des Kunstvereins wollen gar nicht erst versuchen, uns in besonders intelligenter Weise auf diesem Feld hervorzutun oder uns darüber zu erheben, denn…wir haben ‚Besseres‘ zu tun:

Wir blicken mit unseren vielen mehr oder weniger aktiv und kreativ am „Vereinsleben“ beteiligten Mitgliedern auf ein bewegtes, erfülltes Jahr zurück und bilanzieren wechselvolle Phasen – mit eindeutig positiven Tendenzen; das heißt, dass in allen uns interessierenden, entscheidenden Kategorien Entwicklungen zu verzeichnen sind, die uns vergleichsweise – wenn auch nicht euphorisch – so doch frohen Mutes in die Zukunft des Kunstvereins sehen lassen. Und damit das nicht auch wieder nur so ein nichtssagendes Statement bleibt, wollen wir uns die kleine Mühe machen, uns ein paar Punkte ins Gedächtnis zu rufen, die das abgelaufene Jahr in erfreulicher Weise geprägt haben.  Daraus folgt: Details über Mitgliederzu- und ~abgänge ersparen wir uns ebenso wie Lobgesänge auf unsere erfolgreich-sparsame Finanzwirtschaft; auch nehmen wir Abstand von Qualitäts- oder gar Werturteilen bezüglich der zahlreichen Kunstschaffenden und ihrer Ausstellungen, die wir in unseren eigenen „vier Wänden“ im Kreativ-Hus, vor allem aber im Foyer des Martin-Luther-Krankenhauses gehabt haben; nicht zu vergessen die Präsentationen anlässlich einer Vielzahl von Exkursionen, Ausstellungs- und Atelierbesuchen.

Ganz im Interesse unserer eigenen ‚Aktivisten‘ soll aber in diesem Kontext Eines erwähnt werden: Die Gemeinschaftsausstellung unserer Mitglieder im April; nicht nur von Seiten des Klinik-Personals, sondern auch von vielen Patienten und Besuchern hat es dafür so viel Beifall und Lob gegeben – in dem Sinne, dass das Gesamtniveau der ausgestellten Arbeiten, d.h. natürlich der ausstellenden Mitglieder, sich im Verlauf der letzten Jahre enorm verbessert habe -, dass wir uns ‚auf die Schulter klopfen‘ können und der Kunstverein diese Tradition der Gemeinschaftsausstellungen auch in diesem Jahr fortsetzen wird. Dass unsere malenden, aber auch auf vielen anderen Feldern künstlerisch tätigen Mitglieder – die Meisten, ohne Aufhebens davon zu machen, es im Jahr 2011 auf eine Anzahl von weit über 40 Einzelausstellungen gebracht haben, das spricht für sich und sei hier auch einmal lobend erwähnt.

Kommen wir nun zu dem wohl wichtigsten Ereignis des Jahres 2011, dem 25-jährigen Vereinsjubiläum! Wir haben es am 17. April in den Räumen des Kasinos und des Kreativ-Hus‘ mit Freude, Würde, glänzender Musik – und vielen gutgelaunten Gästen gefeiert. Dass bei diesem Anlass der leider sehr früh verstorbene Mitbegründer und für 10 lange schöpferische Jahre ‚erste 1. Vorsitzende‘ des Schleswiger Kunstvereins, Gerd Guse, durch eine kleine Sonderausstellung gewürdigt worden ist – übrigens in Anwesenheit seiner Familie -, das war uns nicht nur eine Ehrensache, sondern eine Herzensangelegenheit.

Zu den weiteren ‚High-Lights‘ des Kunstverein-Jahres gehört sicherlich unsere 4-tägige Reise im Mai nach Essen, das als „Kulturhauptstadt 2010“ in die Annalen der Kunstgeschichte eingegangen ist. Die Tour ist diesmal übrigens dankenswerterweise unter der Federführung unserer Husumer Kunstfreunde organisiert worden.

Und es wird gleich weitergefeiert: Am 13. August 2011 ist das so genannte ‚Sommerfest‘ des Kunstvereins zelebriert worden..in bleibender Erinnerung vor allem deswegen, weil der Sommer regenschauerbedingt weitgehend ‚im Saale‘ stattfand; und wenn der Ober-Steak-Und-Würstchen-Brater Peedu, den Meisten bis dahin nur als seriöser ‚KV-Finanzminister‘ ein Begriff, nicht draußen unter einer von den beiden Vorstandsvorsitzenden – leider nur halb-gekonnt – montierten Persenning ausgehalten hätte, mit gewaltiger Kochsmütze und noch größerem Herzen = Humor, dann gäbe es heute nicht so viele schöne Fotos von ihm und seinen wohlschmeckenden Erzeugnissen – und damit auch nicht so viele schöne Erinnerungen – dem Wetter zum Trotz. –

Und so ging es eigentlich immer munter weiter: Es folgten u.a. Fahrten nach Seebüll zum Emil-Nolde-Haus (10. Juni) – wir registrieren erstaunt eine angeblich permanent steigende Nachfrage nach seinen Werken; inzwischen, so lesen wir, werden schon „für schlichte Pinselzeichnungen“ 100.000 Euro gezahlt, „Gemälde überschreiten schnell die Millionengrenze“ (Schleswiger Nachrichten am 10. Januar 2012 auf der Titelseite) -, oder zum Beispiel nach Hamburg ins Planetarium (30. August) zu „Darwin“ (..überwältigendes 3D-Spektakel..) und zum Bucerius-Kunst-Forum: „William Turner“ (..gemischtes Echo – vgl. dazu den Bericht in unserer Homepage), und zur Nord-Art – „Kunstwerk Carlshütte“ (17. Sept.) – um nur die Wichtigsten zu nennen.

Der Ordnung halber soll auch die Jahres-Hauptversammlung am 15. September im Kasino des Schlei-Klinikums erwähnt werden; vielen TeilnehmerInnen mögen dabei die sich anschließenden, mit einer Dia-Show optisch sehr attraktiv unterfütterten Ausführungen Annegret Vahles über das „Kunstwerk Carlshütte“ besser im Gedächtnis haften geblieben sein, als der vorangehende ‚Pflichttermin‘ des Kunstvereins..-

In unserer Übersicht zu nennen bleibt noch die am 7. Dezember zusammen mit dem Kunstverein Husum durchgeführte Exkursion nach Bremen: „Edvard Munch – Rätsel hinter der Leinwand“.

Und dann wurde es noch einmal festlich: Am 17. Dezember hatte der Kunstverein zur Weihnachtsfeier geladen. Es ist ein sehr schönes Fest in den liebevoll dekorierten Räumen des Kreativ-Hus‘ und des Schleswiger Musik-Clubs gewesen. Eine Mischung weniger lauter und vieler leiser, auch philosophischer Töne; neben den insgesamt 4 Musikern, die zum Teil ans Herz gehende Melodien spielten, und die offensichtlich mit Freude bei der Sache waren, soll eine zweite Gruppe von Gästen gesondert erwähnt werden, über deren Besuch sich die Kunstvereinsmitglieder besonders gefreut haben: Es war die komplette „Chef-Etage“ der Doris-Rüstig-Ladewig-Stiftung, also voran Doris Rüstig-Ladewig selbst – und mit ihr ihre beiden ‚rechten Hände‘ im Vorstand: Mechthild Kramp und Helmut R. Klein. Sie waren der Einladung des Kunstvereins auch deshalb gern gefolgt, weil das Verhältnis zwischen beiden Einrichtungen durch eine Reihe persönlicher Initiativen, Begegnungen und Good-Will-Gesten inzwischen wieder auf eine rundherum erfreuliche Basis gestellt worden ist.

Da wir wissen, dass von unseren etwa 170 Vereinsmitgliedern nur etwa 40 per E-Mail und Homepage-Informationen zu erreichen sind, haben wir uns auf Bitten vieler Fragesteller hin entschlossen, das Ergebnis einer für das künftige Miteinander von Kunstverein und DRL-Stiftung entscheidenden Begegnung diesem ersten Infobrief 2012 in ausgedruckter Form als Anhang beizufügen: Das Gespräch hat am 4. November 2011 in der Galerie Stexwig zwischen den Vorständen beider Einrichtungen stattgefunden, und sein Inhalt bzw. sein Resultat ist in Form eines Gedächtnisprotokolls in unserer Homepage bereits dokumentiert worden; mit dem hier angefügten Ausdruck sollen nun alle unsere Mitglieder über die neue Situation unterrichtet werden.

Das Kunst-Jahr unseres Vereins ging zu Ende mit einer durch Wolfgang Klockow (Kulturzentrum) zusammen mit Pastor Hertel für den 29. Dezember eilig einberufenen Zusammenkunft in der St.Michaeliskapelle: Dort gab es eine Gemeinschaftsausstellung des Bildhauers Jan Koblasa und seiner Frau Sonja Jakuschewa mit dem Titel „Botschaften“. Die ausgesprochen lebendige, berührende Einführung hatte Anne Paysen-Petersen übernommen; es war eine delikate Aufgabe für sie, die doch sehr ‚gewöhnungsbedürftigen‘ Figuren dem Betrachter nahezubringen; das ist ihr meisterlich gelungen.

Zum Schluss bleibt mir – selbst staunend, was wir da alles zusammengetragen haben, und das ist noch nicht einmal alles – all unseren Vereinsmitgliedern, ihren Angehörigen und Freunden alles Gute für das Neue Jahr zu wünschen; in der Hoffnung, dass die kommenden 12 Monate uns mit Gesundheit und Kraft, mit Engagement und der nötigen Begeisterung sehen werden, ohne die nichts zu schaffen ist – schon gar keine ‚Kunst‘.., bleibe ich..

..mit herzlichen Grüßen an alle – als Sprecher des Vorstandes

Dr. Hans-Joachim Hupe                                                                                         (2.Vorsitzender)                                                                                                                          

                                                                                                                                                                   

Exkursionen:

Samstag, 21. Januar 2012 – Exkursion nach Kiel – Besuch der Kunsthalle Kiel „From Trash to Treasure – Vom Wert des Wertlosen in der Kunst“. Nachmittags Besuch der Stadtgalerie. Treffpunkt um 08.40 Uhr am Bahnhof Schleswig. Anmeldungen können noch kurzfristig erfolgen an Dr. Ain-Peedu Palisaar, Tel.: 04621-304559.

Seminare und Workshops:

Workshop „Titelplausch“ – gute Einfälle für passende Bildtitel entwickeln – mit Peter Dorn im Kreativ-Hus am Samstag, 18. Februar 2012 von 11.00 bis 16.00 Uhr.

Max. 12 Teilnehmer. Anmeldungen bitte bis zum 05. Februar 2012 beim 2. Vorsitzenden. Tel.: 04621 – 22733. Jeder Teilnehmer wird gebeten, bis zu 3 eigene Arbeiten mitzubringen.

Kunstausstellungen unserer Mitglieder:

 Renate Meier – „Bild-Fantasien und Foto-Collagen“ – Ausstellungseröffnung am 27. Januar 2012 um 18.30 Uhr im Foyer des Schlei-Klinikums Schleswig -MLK, Lutherstraße 22 in Schleswig. Ausstellungsdauer vom 27.01.2012 bis zum 23.04.2012.

Rolf-Jürgen Wind – Bilderausstellung in der Steuerberatungsgesellschaft Weitkamp-Hirsch&Kollegen, Werner-von-Siemens-Str. 16 in Schleswig. Besuchsmöglichkeit werktags v. 08.00 bis 17.15 Uhr vom 15. Januar bis zum 30. April d.J.

Bruni Müller – 3 Ölgemälde 120×90 cm in der Kirchengemeinde St. Michaelis in Schuby als unbefristete Leihgabe. Die Bilder zeigen „Arche Noah“, „Jesus stillt die Wasser“, Jesus spricht mit Maria und Martha“. Diese Themen wurden vom Kirchenvorstand ausgewählt.

Claus Vahle – 22. Januar 2012 um 16.00 Uhr Ausstellungseröffnung „Küstenbilder“ im Skatclubmuseum in Marne; danach im Kultur- und Bürgerhaus Eröffnung „Prinzip Montage“ Die 1. Ausstellung wird bis zum 4. März, die 2. Ausstellung bis zum 19. Februar 2012 gezeigt.

Kalli Walter – 26. Januar bis 29. Februar 2012 – Bilderausstellung in der Nord-Ostsee-Sparkasse in Kropp.

Karl Bender – 06. Februar bis 30. April 2012 – Bilderausstellung in der Verwaltung der Stiftung Diakoniewerk Kropp, Johannesallee. Ausstellungseröffnung am 06. Februar 2012 um 19.00 Uhr.

Für den Kalender:

Kunstverein Husum – 22. Januar bis 24. März 2012 – „Bilder der Artothek“. Ausstellungseröffnung am 22. Januar 2012 um 11.30 Uhr im Rathaus Husum.

Die Ausstellung „Le T du nom de TÀPIES“ – Bücher und Mappenwerke von Antoni Tàpies aus der Sammlung Großhaus im Schloss Gottorf in Schleswig besteht noch bis zum 22. April 2012.

Im August 2012 – geplanter Temin: 10. – 12. d.M. – wird in Zusammenarbeit mit der DRL-Stiftung ein Bildhauerseminar mit Jutta Reichelt angeboten werden.

Ein Kunst-Frühschoppen/Brunch in Koordination mit der DRL-Stiftung im Kreativ-Hus wird voraussichtlich am 11. Mai 2012 ab 18.00 Uhr stattfinden.

Um das Vereinsleben im Kunstverein zu beflügeln, wird als offene Veranstaltung ein „Stammtisch“ an jedem 1. Dienstag im Monat angeboten. Dieser soll(te) zum ersten Mal am 07. Februar 2012 im Kreativ-Hus stattfinden.

Verschiedenes:

Passepartouts: Der obere Raum im Kreativ-Hus wird ab sofort für das Passepartout-Schneiden hergerichtet werden, um den Zugang zu den Schneidegeräten und ihre Nutzung zu erleichtern. Wer sich das allein – auch mit Hilfe der ausliegenden, spiralgebundenen ‚roten Bedienungsanleitung‘ nicht zutraut, melde sich bitte beim Vorstand. Die gegen eine kleine Gebühr (s. ausliegende Liste) zu übernehmenden PP-Pappen bitte stets flach auf dem Boden lagern, damit sie sich nicht verformen.

Mülltrennung und ~entsorgung: Hierzu sind vom Vorstand neue, geeignete Behälter für..

1 Altglas,

2 Kunststoffe-Metall = „Gelber Sack“,

3 Pfandflaschen,

4 Papier und

5 Restmüll……..beschafft und aufgestellt worden – in der Hoffnung, dass das bisherige Müll-Chaos damit endgültig der Vergangenheit angehören möge.-

„Das Letzte“: Da einige TeilnehmerInnen der Malgruppen unbegreiflicherweise nicht bereit sind, eine Anerkennungsgebühr in Höhe von 1,– € pro Maltag für die Grundreinigung etc. zu entrichten, wird diese Gebühr auf Vorstandsbeschluss hin für alle fallen gelassen.  Dies hat zur Folge, dass die TeilnehmerInnen ihrer Verpflichtung, ihren Arbeitsplatz mit Rücksicht auf die nachfolgenden Malgruppen sauber zu hinterlassen, in Zukunft etwas aufmerksamer nachkommen müssen, als das bisher der Fall gewesen ist. –                                                                                   ……….

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