Zur Ausstellung „Manns-Bilder“

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Gäste, am 07. August d.J. hat der Schleswiger Kunstverein unter dem Titel „Manns-Bilder“ seine 28. Ausstellung im Foyer des >HELIOS Klinikum Schleswig< zelebriert. Über dem Ganzen schwebte von Anfang an der Geist von etwas Besonderem, denn der neue Geschäftsführer und Klinikmanager  Dr. John Friedrich Näthge, zugleich Hausherr nicht nur des gesamten HELIOS-Umfeldes, sondern auch unseres Domizils, des Kreativ-Hus‘, war geladen und hatte sein Kommen verbindlich zugesagt. Bedauerlicherweise fiel unmittelbar vor Beginn der Veranstaltung der 1. Vorsitzende (R.-J.Wind) aus gesundheitlichen Gründen aus, so dass sein Stellvertreter (Dr. H.-J.Hupe) den Empfang und die Begrüßung übernehmen musste. Dass sich dann, sozusagen ungeplant und recht informell, durch den sympathischen und humorvollen Auftritt des hohen Gastes einerseits und die so erleichterte und beflügelte Einführung durch den 2. Vorsitzenden andererseits ein wunderbarer Abend entwickelte, durch die einfühlsame Musik von Maria Christiansen und Hans-Werner Hoff (vierhändig..!) nochmals ‚gehoben‘, das ließ die kleinen Animositäten, die sich im Verlauf der Bilderauswahl und der ‚Hängung‘ hier und da ergeben hatten, schnell vergessen; das offenbar gern und vielstimmig geäußerte Echo der Anwesenden auf die Entwicklung der Stimmung wird den Abend sicherlich für lange Zeit in bester Erinnerung bleiben lassen.

Im Folgenden bietet die Redaktion eine aus mehreren Bausteinen (Begrüßung-Einführung-Dreier-Vita der Künstler-Fotos) bestehende Übersicht an, die auch den Nichtteilnehmern einen guten Eindruck von der Veranstaltung geben mag (HJH).

Liebes Auditorium,

der heutige Abend ist ‚mal wieder etwas ganz Besonderes, denn wir haben nicht nur die 28ste Ausstellung hier im Foyer des Klinikums, sondern wir haben auch einen hohen Gast: Herr Dr. John Friedrich Näthge ist der neue Geschäftsführer des >HELIOS Klinikum<; und er hat sich bei uns eingefunden und lässt die Halle in schönerem Licht erstrahlen.

„Lieber Herr Doktor Näthge, wir freuen uns sehr, dass Sie heute Abend unser Gast sind; das gibt uns die Gelegenheit, Sie mit uns, dem Schleswiger Kunstverein, bekanntzumachen und Ihnen sozusagen mit Wort und Tat einen kleinen Eindruck von dem zu geben, was wir üblicherweise zu treiben pflegen. Und es gibt uns die Möglichkeit, Ihnen zu sagen, dass wir Sie höchstpersönlich ab sofort in all‘ unsere Gebete einbeziehen und den Dank, den wir üblicherweise über Frau Inke Asmussen als charmanter Repräsentantin des Klinikums niederprasseln lassen, dass wir den also heute über Ihnen ausschütten werden; denn: was Sie vielleicht noch gar nicht wissen – wir sind seit 2009 Gäste in einem von Ihrer Institution zur Verfügung gestellten Haus – wir haben es „Kreativ-Hus“ genannt -, teilen es uns mit dem Schleswiger MusikClub und sind froh und dankbar dafür, dass wir ein so wunderbares Dach über dem Kopf und als Kunstverein ein richtiges ‚Zuhause‘ haben – und dass es uns unentgeltlich zur Verfügung gestellt wird, das darf an dieser Stelle auch ‚mal wieder ins Gedächtnis gerufen werden..- Also – von uns an Sie unseren herzlichsten Dank und zugleich die Bitte, uns bei der Konzeption bzw. Einrichtung und Präsentation des beeindruckenden Neubaus nicht zu vergessen“. IMG_0010_1 IMG_0017_1 IMG_0022_1 IMG_0031_1

Liebe Gäste, ich habe mich bereit erklärt, heute Abend eine kleine Einführung zu machen, wohl wissend, dass der Einführungsredner im Prinzip nur dazu da ist, die Leerstelle zwischen der Musik und der Büffet-Eröffnung zu füllen. Der Ton liegt daher – ganz in Ihrem Sinne: auf kleine Einführung.

Diese liegt uns allerdings ganz besonders am Herzen, nicht so sehr, weil wir Ihnen eine Bildbesprechung anbieten wollen, das verbietet sich bei mehreren Malern und so vielen verschiedenen Aspekten ihres Schaffens schon aus Zeitgründen, sondern die kleine Einführung liegt uns deshalb am Herzen, weil wir zum ersten Mal DREI unserer wenigen malaktiven männlichen Mitglieder dazu bewegen konnten, sich mit ihren Bildern hier vorzustellen; drei Mitglieder, die aufgrund ihres Naturells sonst gerade nicht dazu neigen, sich nach vorn zu drängen und sich zu produzieren, sondern im Gegenteil, die ihr Licht eher unter den Scheffel stellen. Gerade deshalb freuen wir uns, dass wir Ihnen diese drei Tapferen heute Abend in einer Mini-Gemeinschaftsausstellung präsentieren können.

Ja, dass wir es in Anwesenheit von immerhin ca. 8 weiblichen und männlichen Experten beim Zusammenstellen und Verteilen der Bilder dann allerdings geschafft haben, ein recht deutliches Ungleichgewicht zu produzieren, indem nicht alle drei mit gleicher Bilderzahl vertreten sind, das haben wir erst bemerkt, als alle Bilder hingen.Manns-Bilder  PaintNet 02 IMG_0002_1 IMG_0005_1

Ich betone also ausdrücklich: mit der Anzahl der ausgestellten Bilder ist keinerlei Wertung verbunden – auch nicht der leiseste Verdacht soll da aufkommen; vielmehr ist uns dieser Lapsus aufgrund ganz banaler Überlegungen sozusagen ‚passiert‘: Wir haben aus ca. 90 – 100 mitgebrachten Exponaten rund die Hälfte nach Grundfarben, Größe und Rahmen – und nicht zuletzt nach dem bearbeiteten Motiv herausgesucht; und dabei ist eben diese Kombination herausgekommen – das hätte man mit etwas mehr Aufmerksamkeit auf allen Seiten wahrscheinlich besser machen können – nehmen wir das ‚mal als Lehre aus diesem Projekt mit für die Zukunft..-

Wenden wir uns nun den Bildern und ihren Schöpfern zu: Alle drei sind – wie bei den Mitgliedern des Kunstvereins praktisch die Regel – während eines langen Berufslebens auf ganz verschiedenen Feldern sehr erfolgreich tätig gewesen – haben irgendwann gegen Ende ihrer beruflichen Notwendigkeiten in sich die Freude am Malen entdeckt, haben tastend begonnen als Autodidakten, sich sozusagen ’suchend‘, ja vielleicht auch ’sich-selbst-suchend‘, malend zu betätigen; sind dann aber wohl recht bald zu der Einsicht gelangt, dass bei steigenden Ansprüchen an das eigene Tun die Erarbeitung von Grundlagen und ein gehörig Maß an Basiswissen unabdingbar für ihr Fortkommen seien.

Und so haben sie sich – in unterschiedlicher Intensität – auf dem Wege über Kurse an Volkshochschulen, über Seminare, Sommerakademien, Gemeinschafts- aber auch Einzelunterricht etc. eine recht solide Grundausstattung geschaffen; damit haben sie dann neue, größere Ziele angestrebt, sich immer mehr zugetraut – die Vielfalt ihrer Themen spricht für sich – und so haben sie sich von einem ursprünglich beinahe kindlich-naiven Level zu ganz anderer Höhe entwickelt. Und von dem, was sie dabei alle drei Erstaunliches erreicht haben, davon legen die hier ausgestellten Exponate beredt Zeugnis ab – und darauf dürft ihr alle gespannt und neugierig sein!

Nun, wer ein bißchen mehr über ihren persönlichen Hintergrund, ihr menschliches, berufliches und künstlerisches Werden und Wachsen wissen möchte, dem sei die Lektüre unserer Dreier-Vita empfohlen; sie ist diesem Text angehängt. Und wer über die heutigen direkten Informationsmöglichkeiten hinaus gar Interesse am Ankauf eines Bildes haben oder bekommen sollte, der findet unten auf der entsprechenden Vita auch die Telefonnummer seines Kandidaten.

So, ich denke, damit ist diese Stelle ausreichend gefüllt, die Erwartungen sind geweckt und ich kann somit aufhören. Ich wünsche uns einen schönen Abend und danke für Ihre Aufmerksamkeit..- (HJH).

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Zur Ausstellung „Manns-Bilder“ des >Kunstverein(s) Schleswig u.U.e.V.<; hier je eine Kurz-Vita der drei ausstellenden Künstler – in alphabetischer Reihenfolge:

Hans-Werner Hoff

Jahrgang 1947

– Kindheit und Jugend im Harz und in Berlin

– Nach dem Abitur Studium der Elektrotechnik in Dresden

– Berufl. Schwerpunkte: Projekt- und Bauleiter im Bereich Energiewirtschaft

– Anfänge der Malerei in Form von Glückwunschkarten, Beiträgen in Betriebszeitungen, Skizzen des Arbeitslebens

– Intensive(re) Beschäftigung mit der Malerei erst nach dem Eintritt in den Ruhestand

– Vorlieben: Reale Darstellungskunst und kräftige Farben in der Acrylmalerei; klare Linien, perspektivische Darstellungen in Richtung ‚Technische Zeichnung‘

– Teilnahme an div. Ausstellungen

Hans-Werner Hoff lebt heute in Schleswig – Tel.: 04621 – 484542

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Horst-Peter Junge

Jahrgang 1938 

– Jugend in Süderbrarup und Flensburg

– Nach dem Abitur 1958 in Flensburg Studium der Physik in Kiel (Dipl.Phys.)

– Berufliche Schwerpunkte: Forschungstätigkeit, Lehrauftrag, Gutachter, Dezernent Materialprüfungsamt Dortmund; Leiter Landesstelle f.  Umweltradioaktität Dortmund

– Anfänge der Malerei als Autodidakt mit einer Vorliebe für Aquarell und Acryl;

– Interessengebiete: Landschaft, Reisebilder und Stillleben in realistischer Darstellung.

– Nach dem Eintritt in den Ruhestand (2001) Intensivierung der Malerei; Weiterbildung bei Prof. O.Leybfreyd (Dortmund), C. Hansen-Marx (Esperstoft) und M. Schuppan (Schleswig)

– 1996 bis 2000 Einzelausstellungen in Dortmund

– 2005 – 2007 Galerie f. eig. Bilder im Haus in Borgwedel

– Ab 2009 Mitglied im Kunstverein Schleswig; Beteiligungen an Gemeinschaftsausstellungen des Kunstvereins

Horst-Peter Junge ist verheiratet und lebt heute in Schleswig – Tel.: 04621 – 9773030

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Jürgen Kuckenburg

– Jahrgang 1939 – geb. in Berlin

– Jugend in Düsseldorf

– Nach dem Schulabschluss 1957 Studium der Verfahrenstechik (Dipl.Ing.) in Düsseldorf

– Berufl. Schwerpunkte: Projektingenieur, Verkaufsingenieur, Spartenleiter Gerätetechnik, Aufbau von Serviceabteilungen im In- und Ausland

– 2002 Eintritt in den Ruhestand

– Anfänge der Malerei 2003: Ein gutes Dutzend Einführungs- und Fortgeschrittenenkurse an versch. Volkshochschulen – Sommerakademie – Schloss Gottorf – Scheersberg – DRL-Stiftung – Kunstverein SL etc.

– Vorlieben: Acryl, Pastell, Mischtechniken

– Beteiligung an div. Ausstellungen

Jürgen Kuckenburg ist verheiratet und lebt in Kropp – Tel.: 04624 – 803568

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SL, 11. August 2015                                      Text: Dr. Hans-Joachim Hupe  –  Fotos: Karin Hupe

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