„Elphi und Paula“ – eine gelungene Exkursion nach Hamburg

Am 25. April starteten über 20 Mitglieder des Kunstvereins zu einer Exkursion nach Hamburg. Über die dortigen Ausstellungsbesuche hat unser Vorstandsmitglied Joachim Tschesch einen anschaulichen Bericht verfasst. Herzlichen Dank dafür, lieber Joachim!

„Elphi“ und Paula  

Tagesexkursion nach Hamburg

Die ca. 20 Teilnehmer des Kunstvereins, die sich am 25. April morgens im Schneegestöber am verschlossenen Bahnhofsgebäude in Schleswig trafen, freuten sich auf künstlerische Eindrücke, die sie in Hamburg erwarteten. Dabei dachten sie natürlich an den imposanten futuristischen Bau der Elbphilharmonie, die erst Anfang dieses Jahres nach langer baulicher Verzögerung eröffnet werden konnte. Nach der Ankunft in Hamburg ging es zuerst in die nahegelegenen Deichtorhallen, um dort eine Führung durch die Ausstellung „Elbphilharmonie Revisited“ zu bekommen.

 

 

In dieser Ausstellung haben sich 12 internationale Künstler in den Monaten vor der Eröffnung der Elbphilharmonie mit dem Werdegang des Gebäudes in unterschiedlichen Exponaten befasst. Hierbei gingen sie auf die Architektur, auf die dort darzubietende Kunst und speziell auch auf verschiedenste Aspekte des Gebäudes ein.

 

Mit Hilfe der Führung ließen wir Besucher uns darauf ein, den Künstlern und  ihren Exponaten zu  folgen, um auch diesen besonderen Blickwinkel und ein neues  Verständnis zur „Elphi“ zu  bekommen.

 

 

 

 

 

 

Anschließend ging es nach einer Stärkung zu Fuß in kleinen  Gruppen bei Sonnenschein durch die Speicherstadt zum Höhepunkt der HafenCity. Wir konnten nun die „Elphi“ (Höhe 110 m) persönlich in Augenschein nehmen und mit der längsten Rolltreppe Europas bis zur Plaza (Rundgang auf der Promenade in 37 m Höhe) gelangen. Damit hatten wir einen Superausblick über die Norderelbe und die Hamburger Innenstadt.

 

                                                                                           

 

 

Nach einer guten Stunde bei frischem Wind auf der Plaza war die Zeit am Nachmittag vorangeschritten. Alle sollten pünktlich um 16:30 Uhr im Bucerius Kunstforum neben dem Rathaus sein. Für eine Tasse Kaffee in der Nähe reichte es noch. Dann war die Reisegruppe für die zweite Führung des Tages zum Thema:  Paula Modersohn–Becker,  Der Weg in die Moderne wieder zusammen. Wir wurden durch einen kompetenten Ausstellungs-Führer auf die Zeit Paulas in Worpswede  und ihre Pariser Künstlerjahre aufmerksam gemacht, die ihr einen maltechnischen Entwicklungsschub bescherten. Paula erreichte in der Figurenmalerei eine neue  avantgardistische Position. Sie wurde verglichen mit Hans von Marées und Paul Gaugin. Leider verstarb Paula Modersohn-Becker bereits 1907 im Alter von 31 Jahren.

 

 

 

 

 

 

Nach dieser Ausstellungsbesichtigung ging es mit dem Zug zurück nach Schleswig. Unser Kassenwart  Ain-Peedu Palisaar hatte die Leitung dieser Tagesexkursion, für die ihm für Vorbereitung und Durchführung Dank gebührt.

Der Kunstverein plant im Herbst eine 2-Tagestour nach Worpswede, auf der wir noch mehr aus dem Leben Paulas und der Worpsweder Künstlerkolonie erfahren werden. Termin ist noch offen.

Text und Bilder: Joachim Tschesch

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